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Wussten Sie schon, dass ein Hund feste Regeln braucht?

  • Der Hund darf nicht ins Haus.
  • OK, der Hund darf ins Haus, aber nicht in bestimmte Räume.
  • Der Hund darf in alle Räume, aber nicht an die Möbel.
  • Der Hund darf nur an die alten Möbel.
  • In Ordnung, der Hund darf an alle Möbel, aber nicht auf die Betten.
  • OK, der Hund darf aufs Bett, aber nur, wenn man es ihm ausdrücklich erlaubt.
  • Der Hund kann immer auf dem Bett schlafen, aber nicht unter der Decke.
  • Der Hund kann unter der Decke schlafen, wenn man es ihm ausdrücklich erlaubt.
  • Der Hund kann immer unter der Decke schlafen.
  • Menschen müssen den Hund um Erlaubnis fragen, wenn sie mit unter der Decke schlafen wollen
Mahlzeiten
Friss niemals aus deinem Napf, wenn du es auch vom Tisch bekommen kannst.
Mach deinen Unschuldsblick und ganz grosse Augen, so als ob du seit Monaten nichts zu Fressen bekommen hättest.
Kaue grundsätzlich neben deiner Schüssel.

Gäste
Wenn es klingelt, laufe unbedingt vor deinem Herrchen zur Tür und belle so laut du kannst.
Nach dem Öffnen der Tür springe deinen Besuch an und zeige ihm so, dass er willkommen ist.
Beteilige dich an der Begrüssung durch ununterbrochenes lautes Bellen.
Beliebt ist auch Hände und Gesicht ablecken.
Setze dich neben den Besuch und mache ein trauriges Gesicht, irdgendwann bekommst du was.
Wenn du einen Schoss zum Sitzen aussuchst, achte immer darauf, dass dieser auch einen guten Kontrast zu deiner Fellfarbe abgibt.
Begleite Gäste immer zur Toilette und beobachte, ob sie auch alles richtig machen.

Spazieren gehen
Verlasse grundsätzlich als Erster das Haus und zeige deinem Herrchen wo es heute hingehen soll.
Verrichte dein Geschäft möglichst auf öffentlichen Wegen und Plätzen, damit sich auch andere Menschen daran erfreuen können. Besonders deine Besitzer freuen sich, wenn sie keinen Abfallbeutel dabei haben.
Betrachte Katzen, Radfahrer und Jogger als Übung für die Jagd, auch sie haben Freude daran.
Die Rufe deines Herrchen sind zu ignoreren, denn auch er braucht viel frische Luft.
Wälze dich bevorzugt in Fäkalien und Tierkadavern, denn Menschen lieben diesen Duft.

Allgemeine Verhaltensegeln
Nach dem Spaziergang im Regen schüttle dich (am besten IM Haus) noch bevor du abgetrocknet wirst, damit das Handtuch mehrfach verwendet werden kann.
Laufe dann so schnell wie möglich ins Wohnzimmer, am besten direkt über den Teppich, damit deine Pfoten schön sauber werden. Begebe dich danach auf das Sofa.
Wenn dich ein Mensch ruft, bleibe ruhig liegen, falls du aber die Kühlschranktüre hörst, renne sofort in die Küche, es kann nur für dich sein.
Sollte dich nach dem Fressen der Magen drücken, leg dich direkt unter den Esstisch der Familie und lass deinen Winden freien Lauf.
Briefträger, Kaminfeger und Hausierer sind in deiner Familie nicht gern gesehen, deshalb trage dazu bei, dass sie so schnell wie möglich das Grundstück verlassen (hier ist alles erlaubt: Bellen, Beissen, Anspringen, Umwerfen..).

Allein zu Hause
Wenn du allein zu Hause bist, kümmere dich um den Haushalt und sortiere Post und Abfall.
Jaule und belle aus Leibeskräften, damit auch die Nachbarn wissen, dass du noch da bist.

Hundetrainer
Wenn deine Besitzer im Fernsehen Sendungen über Hundeerziehung anschauen sollten:
Ruhe bewahren, keine Panik! Nach spätestens drei Wochen ist wieder alles beim Alten.

Das ist die Frage, die jedem Interessenten auf der Seele liegt und jeden Züchter zu tiefen Seufzern veranlasst.
Um die Frage aller Fragen ein wenig zu erläutern, wurde folgende Aufstellung ausgearbeitet:

  • Niedlicher Rüde mit Knopfaugen, fachgerecht aufgezogen, 
    einfach zum Verlieben: 1'500.--

  • Halsband, Leine, Näpfe und Welpenspielzeug: 75.--

  • Tierarztkosten für Nachimpfungen und Entwurmen: 75.--

  • Haftpflichtversicherung: 60.--

  • Futter für ein Jahr 500.--
    ------------------------------------
    Zwischensumme: 2'210.--


    Zusatzkosten:

  • In der ersten Nacht drei Paar zerkaute Herrensocken und  ein Damendessous:  100.--

  • In der 2. Nacht schläft der Welpe nicht mehr im Schlafzimmer, sondern im  Flur: Restaurierung des angekauten und vollgepieselten Perserteppichs: 1'000.--

  • Für die dritte Nacht muss eine Hundebox her: 350.--

  • Auf dem Parkplatz der Hundeschule den Welpen 15 Minuten allein im Auto gelassen. Sicherheitsgurt austauschen und den Schaltknüppel ersetzen lassen: 1'000.--

  • Eine Transportbox fürs Auto kaufen, weil die Erste nicht in den Kofferraum passt: 500.--

  • Größeres Halsband, zerkaute Lederleine durch Nylon ersetzen, neues
    Spielzeug und jede Menge Kauknochen: 100.--

  • Gartenzaun erhöhen, Bordstein setzen gegen die Untertunnelungsversuche des hochbegabten kleinen Tiefbauingenieurs: 2'500.--

  • Der Landwirt vom Dorfrand muss seinen Weidezaun wieder aufrichten, denn unser Liebling hat seine Instinkte an der Jungbullenherde erprobt: 1'000.--

  • Eine Runde Freibier für die Helfer der freiwilligen Feuerwehr, die die
    Bullen auf der Haupstrasse eingefangen haben: 250.--

  • Agilityparcours für den Garten, z.T. im Eigenbau, um das Trainingsprogramm zu optimieren und den Hund endlich von den verdammten Viechern abzulenken: 1'000.--

  • Pacht für eine kleine Schafweide, fünf Mutterschafe, damit der Hund doch seiner Bestimmung nachgehen kann: 800.--

  • Ausbruchssicherer Zaun für vorgenannte Weide: 1'000.--

  • Trotzdem haben die Schafe die Vorgärten der Nachbarschaft erkundet, Stauden und Erdbeerbeete sind besonders beliebt: 400.--

  • Du möchtest einen zweiten Hütehund, denn die Hütearbeit mit zwei Hunden ist ungleich interessanter (Halsband, Tierarzt etc.): 2'010.--

  • Anwalts und Gerichtkosten für den Prozess gegen die Nachbarn: 4'000.--

  • Spende an den örtlichen Tierschutzverein, wegen ausgeübter Nachsicht trotz vorsätzlicher Quälerei von Klauentieren: 250.--

  • Du brauchst mehr Schafe, das Training mit immer der gleichen Gruppe ist nicht effektiv: 900.--

  • Am besten kaufst Du gleich einen Hof auf dem Land, dann kannst Du auch endlich mehrere Hütehunde halten und selbst züchten: 700'000.--

  • Jährliche Reisekosten für die Teilnahme an Trials, Hüteseminaren,
    Agilityturnieren und Hundeausstellungen am Ende der Welt: 6'000.--

  • Campingfahrzeug mit Platz für mindestens vier Hunde, damit das Reisen endlich billiger wird: 35'000.--

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Endsumme: 758'160.--

Die vorliegende Aufstellung basiert auf Erfahrungswerten.
Der Preis für einen Hütehund ist nach oben unbegrenzt.
Obwohl sich finanzielle Probleme wegen grösserer Urlaubsreisen, anspruchsvollen Ehepartnern oder Daueraufenthalten der Schwiegermutter durch die Hütehund-Haltung meist von selbst erledigt, ist diese Hunderasse somit den Privilegierten
vorbehalten.

Für den Interessierten die wohl wichtigste, für den alten Hasen die wohl dümmste Frage der Welt - hier der Versuch sie zu beantworten:

  • Das süsseste Husky-Baby unter der Sonne, schwarz-weiss, blaue Augen 1'500.--
  • Tierarztkosten incl. Impfung 200.--
  • Halsband, Leine, Ausbildungsgeschirr und Spielzeug für Welpen 100.--
  • Versicherung 100.--
  • Grösseres Halsband, neues Geschirr, da altes zerkaut, neues Spielzeug 200.--
  • Der Fratz war 10 Minuten allein im Auto - Inneneinrichtung zerlegt 1'500.--
  • Er fühlt sich allein, ein weiterer Welpe muss her - Tierarzt, Halsband,.. 2'000.--
  • Anfängerschlitten um zu sehen, ob die Beiden auch ziehen wollen 1'100.--
  • Jetzt wird es zu schnell. Schneeanker und richtige Zugausrüstung 500.-
  • Der Gartenzaun muss erhöht werden 6'000.--
  • Schmerzensgeld für psychatrische Behandlung der Nachbarn 5'000.--
  • Weitere 7 Welpen, denn jetzt willst du mit 8 Hunden fahren (Husky Fieber) 13'300.--
  • Versicherungs-Pauschale für Zwingerhaftpflicht, Rennen, Training 800.--
  • Richtiger Rennschlitten und sicherer Trainingswagen 7'000.--
  • Spezialfahrzeug, um das Ganze zu transportieren 50'000.--
  • Spende an Rettungsorganisation, als du in der Wildnis verschollen warst 1'500.--
  • Anwalts- und Gerichtskosten für den Prozess mit den Nachbarn 10'000.--
  • Ein neues Haus auf dem Lande 750'000.--
  • Zwingeranlage für 8 Hunde (+ späterer eigener Welpen) 20'000.--

Summe 870'800,--         

Diese Kalkulation beruht auf Erfahrungswerten eines ca. 10-jährigen Musherdaseins. Nicht berücksichtigt wurden eventuelle, individuelle Kosten, wie z.B. Anwaltskosten für die unweigerlich zerbrechende Ehe; Kuren und Heilbehandlung wegen neuropathologischer Probleme infolge andauernden Streites mit Nachbarn, Behörden, Jägern und selbsternannten Tierschützern.

Ausserdem: Freunde hat man keine mehr, ausser, man findet sie unter Gleichgesinnten - man nennt sie dann Konkurrenten.
Schlittenhundesport ist somit ein richtiger Millionärssport!
Nicht jeder, der mehr als 3 Hunde hält, ist asozial!