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Tierpsychologen werden dazu ausgebildet, den Tieren mit Verhaltensauffälligkeiten und/oder Verhaltensstörungen zu helfen. Damit dem Tier möglichst schnell und gut geholfen werden kann, muss auch der Tierbesitzer mit in die Behandlung einbezogen werden. Denn in vielen Fällen resultieren falsches oder abnormes Verhalten des Tieres aus nicht richtig antrainierten und gelernten Verhaltensweisen. Was ein Jungtier in seinen ersten Lebenswochen nicht lernen und erfahren kann, ist im Erwachsenenalter kaum oder gar nicht mehr nachzuholen. Wird ein solch abnormes Verhalten für das Tier und seinen Besitzer unterträglich, ist es ratsam, sich bei einem Tierpsychologen Rat zu holen. Mit dessen Hilfe ist es fast immer möchlich, eine nicht gewünschte Verhaltensweise des Tieres zu beheben (z.B.: Beissen, schlagen, Agressionen, usw.). Auch eine nicht richtige Verhaltensweise des Besitzers sollte der Tierpsychologe feststellen können und diese mit ihm beheben oder verbessern können. Dies kann aber nur stattfinden, wenn Mensch und Tier bereit sind, mit dem Psychologen Hand in Hand zu arbeiten. Dies erfordert von allen Seiten viel Zeit und vor allem Geduld. Psychische Störung können auch dann auftreten, wenn ein Tier über längere Zeit körperliche Schmerzen aushalten muss. Um zu spüren, ob das Tier Schmerzen hat, sollte der Tierpsychologe auch Kenntnisse über den Körperbau des Tieres, dem er helfen soll, besitzen. Beim Erkennen von physischen Störungen ist der Tierpsychologe verpflichtet, dem Bestitzer des Tieres zu raten, sofort einen Tierarzt zu konsultieren. Sind die Schmerzen dann behoben worden, aber das Tier zeigt noch immer abnormes Verhalten (z.B.: Kratzen der verheilten Wunde, Klopfen an die Stalltür, verkriechen in eine Ecke, usw.) kann der Tierpsychologe mit seiner Arbeit beginnen. Dies tut er, indem er eine erste Kontaktaufnahme zu Hause oder im Stall macht. Dort beginnt er mit der Abklärung der Lebensbedingungen und Verhaltensweisen von Mensch und Tier. Danach beginnt dann die eigentliche Beratung und Behandlung, die sich unter Umständen über einen längeren Zeitraum hinausziehen kann. Ich sehe den Sinn meiner Arbeit als Tierpsychologin darin, das Zusammenleben und die Harmonie zwischen Mensch und Tier zu verbessern und zu erhalten.
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